Demeter und biologisch-dynamisch: Was steckt dahinter?

Ein grosser Teil unseres Sortiments trägt das Demeter-Siegel – das Zeichen für biologisch-dynamische Landwirtschaft, oft kurz «biodynamisch», französisch «biodynamie». Hier erklären wir, was dahintersteht und worin sich Demeter von «Bio» unterscheidet.

Bio als Basis, Demeter als Weiterentwicklung

Wenn Bio das Minimum für Öko-Lebensmittel ist, dann geht Demeter einen deutlichen Schritt weiter: Die Richtlinien sind strenger und richten sich auf das jeweilige landwirtschaftliche, wirtschaftliche und soziale «Hofleben» aus. Jedes Demeter-Produkt erfüllt zugleich alle Anforderungen der Bio-Verordnung.

Demeter ist die Marke der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Sie geht auf den «Landwirtschaftlichen Kurs» zurück, den Rudolf Steiner 1924 gehalten hat, und ist damit die älteste Richtung des ökologischen Landbaus.

Der Hof als Organismus

Im Zentrum steht der Gedanke des Hofes als lebendiger Organismus. Die Kreisläufe im Hof, auf dem Hof und «am Hof» sind möglichst in sich geschlossen und damit unmittelbar steuer- und kontrollierbar. Ausnahmen sind erlaubt, aber nicht das Ziel.

Darum leben auf Demeter-Betrieben auch immer Tiere: Sie sind Teil der eigenen Kreisläufe und Wertschöpfung. Insbesondere ihr Mist leistet einen wichtigen Beitrag zum Aufbau der Bodenfruchtbarkeit.

Was Demeter unter anderem verlangt

  • Der ganze Betrieb wird biologisch-dynamisch bewirtschaftet, nicht nur einzelne Flächen.
  • Tierhaltung gehört zum Hof; Kühe behalten ihre Hörner.
  • Eingesetzt werden die biologisch-dynamischen Präparate aus Kräutern, Mist und Mineralien zur Pflege von Boden und Pflanzen.
  • Für die Verarbeitung gelten engere Regeln: Viele Zusatzstoffe, die bei Bio erlaubt sind, sind bei Demeter ausgeschlossen.

Wer bei Demeter nur an Kühe mit Hörnern denkt, sieht an der Hauptsache vorbei: Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise betrachtet Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen als Zusammenhang – und pflegt dabei auch Vielfalt, etwa bei Sorten und Saatgut.

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Demeter Schweiz

Umweltaussagen und EmpCo: Wie wir kommunizieren

Seit dem 27. September 2026 gelten in der EU verschärfte Regeln für Umweltaussagen in der Werbung (Richtlinie (EU) 2024/825, kurz «EmpCo»). Auch in der Schweiz sind irreführende Umwelt- und Klimaaussagen durch das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) untersagt. Wir nehmen diese Regeln ernst – nicht nur, weil sie gelten, sondern weil sie zu unserem Anspruch passen: offen zu sagen, was wir tun, und nichts zu versprechen, was wir nicht belegen können.

Worum es bei den neuen Regeln geht

  • Allgemeine Umweltaussagen wie «umweltfreundlich», «nachhaltig» oder «klimafreundlich» sind nur mit anerkanntem Nachweis zulässig.
  • Nachhaltigkeitssiegel müssen auf einem Zertifizierungssystem beruhen oder staatlich festgelegt sein.
  • Aussagen zur Klimaneutralität, die sich auf CO₂-Kompensation stützen, sind nicht mehr erlaubt.
  • Versprechen für die Zukunft brauchen einen überprüfbaren Umsetzungsplan.
  • Was gesetzlich ohnehin vorgeschrieben ist, darf nicht als besonderer Vorteil dargestellt werden.

Was wir bereits getan haben

Im September 2026 haben wir alle Beiträge in diesem Wiki systematisch auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen überprüft. Pauschale Formulierungen haben wir durch konkrete, überprüfbare Angaben ersetzt oder gestrichen. Wo wir über Partnerbetriebe und deren Anbaumethoden berichten, beschreiben wir deren Arbeitsweise – und machen damit keine pauschalen Umweltversprechen zu unseren Produkten.

Worauf sich unsere Angaben stützen

Wo wir etwas nicht belegen können, behaupten wir es nicht. Wenn uns Messwerte fehlen, sagen wir das offen – so wie zum Beispiel beim Phytinsäuregehalt unseres Nackthafers.

Ein laufender Prozess

Unser Wiki ist über viele Jahre gewachsen. Neue Beiträge, Produkttexte und Etiketten prüfen wir nach diesen Grundsätzen, und ältere Texte passen wir laufend an den heutigen Stand an. Ziel ist, dass unsere Kommunikation im Rahmen der geltenden Gesetze ist – und bleibt.

Ihr Hinweis ist willkommen

Ist Ihnen auf unserer Website, im Shop, in diesem Wiki oder auf einer Verpackung eine Aussage aufgefallen, die unklar, zu pauschal oder nicht belegt wirkt? Dann freuen wir uns über eine kurze Nachricht an info@naturkraftwerke.com. Wir prüfen jeden Hinweis und passen die betreffende Stelle bei Bedarf umgehend an.

Stand: 28. September 2026

Naturkraftwerke – Qualitätsphilosophie und Analytik

Leitgedanke

Wir glauben nicht, dass Qualität durch möglichst viele Analysen entsteht. Qualität beginnt auf dem Feld, wächst in einer verantwortungsvollen Lieferkette und wird durch ein intelligentes Qualitätssystem abgesichert. Analysen bestätigen Qualität – sie ersetzen sie nicht.

Qualität entsteht nicht im Labor – sondern auf dem Feld.

Bei Naturkraftwerke verstehen wir Analytik als wichtigen Bestandteil der Qualitätssicherung, jedoch nicht als deren Ursprung. Die eigentliche Qualität entsteht durch gesunde Böden, sorgfältig arbeitende Produzenten, vertrauensvolle Lieferketten und schonende Verarbeitung.

Laboranalysen dienen dazu, diese Qualität zu überprüfen und abzusichern.

Risikobasierter Prüfplan

Naturkraftwerke arbeitet nach einem risikobasierten Qualitätssicherungssystem. Dies bedeutet, dass Analysen entsprechend der Rohstoffcharakteristik, der Lieferantenqualifizierung, der Produkterfahrung und der jeweiligen Risikobeurteilung durchgeführt oder angefordert werden.

Nicht jede Charge wird auf sämtliche theoretisch möglichen Parameter untersucht. Ein solches Vorgehen wäre weder fachlich sinnvoll noch wirtschaftlich oder ökologisch vertretbar. Vielmehr orientiert sich unser Analysenplan an den tatsächlichen Risiken und den geltenden gesetzlichen Anforderungen.

Unsere Qualitätsbausteine

  • Auswahl langjähriger und qualifizierter Lieferanten
  • Bio- und Demeter-zertifizierte Lieferketten (wo zutreffend)
  • Produktspezifikationen
  • Lieferantenqualifizierung
  • Risikoanalysen
  • Eigene und externe Laboranalysen
  • Reklamationsmanagement
  • Laufende Beobachtung neuer wissenschaftlicher Entwicklungen

Analysen sind ein Werkzeug – nicht das Ziel

Die Anzahl vorhandener Analysen ist kein Qualitätsmerkmal an sich. Qualität entsteht durch das Zusammenspiel von Landwirtschaft, Verarbeitung, Dokumentation, Fachwissen und Analytik.

Unser Ziel ist deshalb nicht die maximale Anzahl an Laborberichten, sondern die maximale Sicherheit und Verlässlichkeit unserer Produkte.

Herausgabe von Analysen

Viele Analysen und Certificates of Analysis enthalten vertrauliche Informationen unserer Lieferanten oder sind Bestandteil interner Qualitätssicherungssysteme. Sie werden deshalb grundsätzlich nicht vollständig an Dritte weitergegeben.

Gerne beantworten wir jedoch konkrete fachliche Fragen und stellen im Rahmen des Möglichen produktbezogene Informationen zur Verfügung.

Weiterentwicklung

Die Anforderungen an Lebensmittel entwickeln sich ständig weiter. Parameter wie beispielsweise der TOTOX-Wert bei empfindlichen Ölen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Naturkraftwerke verfolgt diese Entwicklungen kontinuierlich und überprüft regelmässig, welche zusätzlichen Qualitätsparameter sinnvoll in das eigene Qualitätssicherungssystem aufgenommen werden können.

 

Was verstehen wir unter orthomolekularen Lebensmitteln?

In unserer Auffassung sind orthomolekulare Lebensmittel pflanzliche Produkte, die auf gesunden, biologisch bzw. biologisch-dynamisch bewirtschafteten Böden in natürlicher Weise wachsen und ihre ursprünglichen Eigenschaften und Nährwerte bewahren. Dieser besondere Anbauprozess setzt auf ein gesundes Bodenklima und eine natürliche Umgebung, die den Pflanzen ermöglicht, sich ohne Dünger oder künstliche Zusätze zu entwickeln.

Die Pflanzen wachsen dabei in einer harmonischen Gemeinschaft mit anderen, gut miteinander verträglichen Arten. Durch die Wahl solcher Mischkulturen fördern wir die Stabilität und Vielfalt des Ökosystems, was nicht nur die Pflanzengesundheit stärkt, sondern auch den Boden langfristig fruchtbar hält. Die Landschaft ist bunt:

Anders als in der klassischen Vorstellung von «orthomolekular», bei der oft gezielte Nährstoffanreicherung angestrebt wird, geht es uns um eine ganzheitliche Sichtweise. Wir glauben, dass Lebensmittel, die auf natürliche Weise und unter schonenden Bedingungen wachsen, die optimale Nährstoffqualität für uns Menschen erreichen. Die Pflanzen behalten durch diesen Ansatz ihre authentische Nährstoffzusammensetzung und bieten uns eine ursprüngliche und natürliche Quelle wertvoller Inhaltsstoffe.

Diese besondere Sichtweise von „orthomolekular“ spiegelt unseren Anspruch wider, Produkte in Harmonie mit der Natur anzubauen und Konsumentinnen unverfälschte, nährstoffreiche Lebensmittel anzubieten, die einen echten Mehrwert für einen gesunden Lebensstil darstellen.

Makrobiotik – Zentrale Begriffe und Erläuterungen

Die Makrobiotik ist eine der Denkrichtungen, die unsere Arbeit bei Naturkraftwerke prägen. Sie betont eine einfache, pflanzenbetonte Ernährung, die sich an Region und Jahreszeit orientiert. Unsere Rohstoffe beziehen wir aus verschiedenen Regionen und Kontinenten, wenn möglich aus der Nähe. Mit vielen Lieferantinnen und Lieferanten arbeiten wir seit Jahren zusammen, mit offenen Preisstrukturen und langfristigen Strategien.

 

Shindofuji – Die Einheit von Körper und Boden

Das Prinzip Shindofuji betont die tiefe Verbindung zwischen dem menschlichen Körper und der Erde, auf der wir leben. Es ist wichtig, lokale und für das jeweilige Klima geeignete Nahrungsmittel zu bevorzugen, da diese unsere Gesundheit optimal unterstützen. Der Verzehr von regional produzierten Lebensmitteln trägt dazu bei, den Körper an die natürlichen Bedingungen des Lebensumfelds anzupassen.

 

Ganzheitlicher Konsum – Ichibutsu Zentai

Ein weiteres wichtiges Prinzip ist Ichibutsu Zentai, das die ganzheitliche Nutzung von Lebensmitteln betont. Viele Lebensmittel werden oft nur teilweise verwendet, während wertvolle Bestandteile wie Blätter oder Schalen ungenutzt bleiben. Doch in diesen Teilen stecken oft die meisten Nährstoffe. Bei Naturkraftwerke legen wir großen Wert darauf, das gesamte Lebensmittel zu nutzen, um Verschwendung zu vermeiden und den Nährstoffgehalt maximal auszuschöpfen. Beispielsweise enthält brauner Reis im Vergleich zu poliertem weißem Reis mehr Nährstoffe wie Kalzium, Magnesium und Ballaststoffe und ist daher eine wertvollere Wahl.

 

Getreide als Basis einer ausgewogenen Ernährung

Getreide spielt in der Makrobiotik eine zentrale Rolle und sollte als Hauptnahrungsmittel betrachtet werden. Der menschliche Körper ist von Natur aus darauf ausgelegt, eine ausgewogene Ernährung zu sich zu nehmen, bei der Getreide, Gemüse und eine moderate Menge tierischer Produkte in Harmonie stehen. Zu viel Fleischkonsum führt zu einer Belastung des Körpers und der Umwelt. Unsere Produkte bei Naturkraftwerke basieren daher auf dem Gedanken, den Fleischkonsum zu reduzieren und vermehrt pflanzliche Nahrungsmittel in den Speiseplan zu integrieren.

 

Im Einklang mit den Jahreszeiten – Die Natur respektieren

Die Natur folgt einem Zyklus, und genauso sollte sich auch unsere Ernährung an den Jahreszeiten orientieren. Jedes Lebensmittel hat seine natürliche Zeit, in der es wächst und geerntet wird. Im Sommer helfen kühlende Lebensmittel wie Gurken dabei, den Körper abzukühlen, während im Winter wärmende Lebensmittel wie Wurzelgemüse die nötige Energie liefern, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Nach makrobiotischer Auffassung hilft diese saisonale Anpassung, im Einklang mit dem eigenen Körper und der Umgebung zu leben.

 

Die Vorteile des gründlichen Kauens

Eine wichtige Praxis in der Makrobiotik ist das gründliche Kauen der Nahrung. Die Makrobiotik empfiehlt, jeden Bissen mindestens 30 Mal zu kauen. Gründliches Kauen gilt als erster Schritt der Verdauung, und wer langsam isst, nimmt das Sättigungsgefühl früher wahr. Vor allem aber geht es um Achtsamkeit: Wer bewusst kaut, schmeckt mehr und isst mit mehr Genuss.

 

Dankbarkeit für die Nahrung – „Lass uns essen, danke für das Essen“

In unserer modernen Gesellschaft, in der Lebensmittel oft im Überfluss vorhanden sind, geht das Bewusstsein für den Wert der Nahrung leicht verloren. Doch jedes Lebensmittel ist Leben und sollte mit Respekt und Dankbarkeit behandelt werden. Bei Naturkraftwerke fördern wir eine achtsame Einstellung gegenüber dem, was wir essen, und ermutigen dazu, Lebensmittel nicht zu verschwenden. Indem wir uns bewusst machen, welchen Weg die Nahrung von der Natur bis auf unseren Teller zurückgelegt hat, können wir mehr Wertschätzung und Achtsamkeit in unsere Essgewohnheiten einfließen lassen.

Blue Zones – Gemeinschaften des langen Lebens

Blue Zones sind bestimmte Regionen der Welt, in denen Menschen ungewöhnlich lange und gesunde Leben führen. Dieses Konzept wurde erstmals vom National Geographic Fellow Dan Buettner eingeführt, der verschiedene Gemeinschaften auf der ganzen Welt untersuchte, in denen eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Menschen ein außergewöhnlich hohes Alter erreicht. Diese Regionen wurden aufgrund ihrer hohen Anzahl an Zentenarians (Menschen, die über 100 Jahre alt sind) und der geringen Anzahl altersbedingter Krankheiten als «Blue Zones» bezeichnet.

Die Idee hinter den Blue Zones geht über das reine Alter hinaus. Vielmehr liegt der Fokus auf einem ganzheitlichen und gesunden Lebensstil, der auf Ernährung, körperlicher Aktivität, sozialen Beziehungen und psychischem Wohlbefinden basiert. Die Menschen in diesen Regionen folgen traditionellen Ernährungsgewohnheiten, sind körperlich aktiv und leben in engen sozialen Gemeinschaften.

Naturkraftwerke teilt mit den Blue-Zones-Gemeinschaften einige Grundgedanken, etwa die Wertschätzung einfacher, wenig verarbeiteter pflanzlicher Lebensmittel. Unsere Produkte stellen wir in biologischer und biologisch-dynamischer Qualität mit einfachen, handwerklichen Methoden her.

Die Netflix-Serie von 2023, die das Konzept der Blue Zones aufgreift, dient als inspirierende Quelle für die Förderung eines bewussten Lebensstils und einer ausgewogenen Ernährung. Indem sie die Erfahrungen und Erkenntnisse der Gemeinschaften in den Blue Zones präsentiert, ermutigt die Serie die Zuschauer, ihre Lebensgewohnheiten zu überdenken und gesündere Entscheidungen zu treffen, um ein langes und erfülltes Leben zu führen.

Für uns sind die Blue Zones ein anregendes Konzept: Sie zeigen, welche Rolle Ernährung, Bewegung, Gemeinschaft und ein sinnerfülltes Leben spielen können.

Hinweis: Die Blue-Zones-Forschung ist nicht unumstritten. Einige Studien stellen die Zuverlässigkeit der Altersangaben in bestimmten Regionen infrage.

Wahre Ware – warum wir auf Nähe und Transparenz setzen

Diesen Text haben wir 2023 zur Eröffnung unseres ersten Fabrikladens im Bioladen «Glück unverpackt» in Rüti (Zürcher Oberland) geschrieben. Den Laden gibt es heute nicht mehr – die Gedanken dahinter gelten für uns weiterhin.

[…] zum Beispiel, wenn sich Menschen wünschen zu wissen, wer ihre Lebensmittel herstellt und woher sie kommen. Wenn sie so aufbereitet sind, dass man sieht, was man bekommt: also wahre Ware, bei der die Wertschöpfung im Produkt selbst steckt und nicht in schreierischen Werbekampagnen. Wenn auch eine Nähe da ist, nachvollziehbar, erfragbar, ein persönliches Gespräch möglich.

«Die […] Substanz ist das Wahre, aber sie ist noch nicht das ganze Wahre; sie muss auch als in sich tätig, lebendig gedacht werden …», schrieb schon früh Spinoza (1632–1677). So kann man auch über unsere Lebensmittel und Kosmetikartikel denken. Natürlich stellt sich immer die Frage: Wer ist wir, oder wer bin ich? Lebendiges und umsichtig verarbeitetes Essen ist Grundlage für lebendige, möglichst freie Menschen, die es auch bleiben wollen. Die Maschinen nähern sich zwar konstant und täglich, kreieren konsumistische Echoräume – aber es gibt nach wie vor eine Wahl, und es braucht eine gute Portion universellen Verstand und Glück, das zu erkennen.

Kooperationen wie die zwischen «Glück unverpackt» und Naturkraftwerke waren und sind für uns ein Modell dafür, wie kleine Betriebe sich gegenseitig stärken können. Sie zeigen, dass auch im Schweizerland kleine Manufakturen eine Daseinsberechtigung haben und eine schöne Erscheinung haben können, auch wenn der Druck im Verkaufsregal gross ist. Wir produzieren derweil einigermassen kompromisslos weiter: mit Hand, Verstand und Herz.

Die Naturkraftwerke Makrobiotik Reise

Makrobiotik bei Naturkraftwerke: Eine Reise zu ganzheitlichem Wohlbefinden und Gesundheit

Die Welt der Makrobiotik birgt eine faszinierende jahrhundertealte Weisheit, die auf fernöstlicher Philosophie und der Wertschätzung natürlicher, biologisch angebauter Pflanzen und Lebensmittel basiert. Diese einzigartige Lebensweise dient als Inspirationsquelle für Glück, Gesundheit und Harmonie im Alltag. Die Makrobiotik betont das Verständnis der Natur als Teil einer universellen Entwicklung und Zirkulation des Lebens.

Yin und Yang – Die Balance der Energien

Zentral für die Makrobiotik ist das fluid-dynamische und dialektische Gleichgewicht zwischen den komplementären Energien von Yin und Yang. Dieses schwebende Gleichgewicht ist entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden und muss ständig neu gefunden werden.

Anfänge und Ursprünge

Die Grundlagen der Makrobiotik wurden durch Pioniere wie Masanobu Fukuoka und Sakurazawa Nyoichi gelegt, die mit ihren Erkenntnissen und Lebenserfahrungen die moderne Makrobiotik prägten. Ihre Einflüsse reichen bis in die heutige Zeit und haben die globale Verbreitung dieser Lebensweise maßgeblich geprägt.

Makrobiotik als Lebenskunst und ganzheitliche Lebensweise

Die Makrobiotik dreht sich um eine ausgewogene Ernährung mit vollwertigen regionalen, saisonalen oder sorgfältig verarbeiteten Bio-Lebensmitteln. Sie lehrt die Menschen, in Harmonie mit dem gegenwärtigen Moment und den natürlichen Gesetzen zu leben, um die Gesundheit zu fördern und ein friedvolles Leben zu führen.

Chi – Die Lebensenergie und ganzheitliche Balance

Ein wesentlicher Bestandteil der Makrobiotik ist die Lebensenergie, auch als Chi bekannt, die alles belebt und erhellt. Die Makrobiotik nutzt diese Energie, um die Gesundheit auf allen Ebenen auszugleichen und das Wohlbefinden zu fördern.

Zitate und Literatur

Bekannte Persönlichkeiten wie Mayumi Nishimura und Autoren wie Christoph Wilhelm Hufeland, Cornelia Aihara, Georges Ohsawa, Masanobu Fukuoka und Michio Kushi haben mit ihren Schriften und Werken die Prinzipien und die Bedeutung der Makrobiotik beleuchtet und erweitert.

 

Cradle-to-Cradle (C2C): ein Denkansatz, der uns inspiriert

Das Cradle-to-Cradle-Konzept (C2C) wurde Ende der 1990er-Jahre von dem deutschen Chemiker Michael Braungart und dem US-amerikanischen Architekten William McDonough entwickelt. Im Mittelpunkt steht die Idee, dass keine Abfälle entstehen, sondern dass Ressourcen ständig wiederverwendet werden können. Für eine umfassende C2C-Umsetzung im ganzen Betrieb ist Naturkraftwerke zu klein, der Ansatz inspiriert uns aber bei einzelnen Produkten.

Grundprinzipien des C2C-Konzepts

Das C2C-Prinzip unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Recyclingmethoden, da es darauf abzielt, die Qualität der Rohstoffe über mehrere Produktlebenszyklen hinweg zu erhalten und nur «sicher bewertete» Chemikalien zu verwenden. Produkte, die den Cradle-to-Cradle-Ansatz umsetzen, können entweder als biologische Nährstoffe in biologische Kreisläufe zurückgeführt werden oder als «technische Werkstoffe» in technischen Kreisläufen kontinuierlich gehalten werden.

Ein Beispiel: unser Leinölfirnis

Ein Beispiel ist unser Leinölfirnis. Dieser Leinölfirnis wird aus den Reststoffen des Pressvorgangs des Leinöls hergestellt, So wird ein Nebenprodukt der Ölmühle weiterverwendet, statt entsorgt zu werden.

Ölmühle Zürcher Oberland

Mit Beginn des 21. Jahrhunderts und mit wachsenden Interessen der Bevölkerung für regionale, faire und biologisch produzierte Lebensmittel entstanden wieder vermehrt «dezentrale» Ölmühlen, welche durch die Entwicklungen der Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts weitgehend verdrängt wurden. Heute finden sich wieder vermehrt und erfreulicherweise Ölmühlen auf Landwirtschaftsbetrieben, aber auch in städtischen Umgebungen.

Die Ölmühle Zürcher Oberland ist eine Pionierin des «modernen Ölmüllerns» in der Schweiz. Die Demeter- und BIO-Ölmühle wird seit 1998 von NaturKraftWerke in Aathal-Seegräben bei Uster betrieben. Immer noch von Antonius Conte und seinem kleinen Team. Und immer mit viel Leidenschaft und Hingabe zu Handwerk und Innovation. In der Zeitspanne von nunmehr über 23 Jahren haben wir entsprechend viel Entwicklung durchgemacht und unser vielfältiges Sortiment mit Freude aufgebaut.

Ölmühle Zürcher Oberland c/o Naturkraftwerke, Firmenzuhause und Firmensitz in der Zürcher Oberländer Gemeinde Aathal-Seegräben mit der PLZ 8607

Anfänglich waren es Demeter Leinöl und Demeter Schwarzkümmelöl, die den NaturKraftWerke-Gründer Antonius Conte zum Ölmüllern gebracht haben. Inzwischen bietet die Ölmühle Zürcher Oberland im Shop von NaturKraftWerke über 20 Ölspezialitäten an, von denen – mit einigen wenigen Ausnahmen – alle direkt in Aathal-Seegräben gepresst werden. Unsere Olivenöle und wenige andere Öle werden direkt nach der Ernte in der Anbauregion verarbeitet und später bei uns in Aathal sachgerecht abgefüllt und konfektioniert. Alles immer im Sinne einer «best practice» für das Produkt, für den genüsslichen und bekömmlichen Konsum.

Die Öle der Ölmühle Zürcher Oberland sind gleichzeitig Naturkraftwerke-Pflanzenöle und sind immer nativ (kaltgepresst) und aus den wertvollsten Rohstoffen

Die Ölmühle Zürcher Oberland c/oNaturkraftwerke verzichtet bewusst auf eine Filtrierung der Öle (c/o = care off; unter der Obhut von […])

Die Qualität der Öle beruht auf jahrzehntelanger Erfahrung im Pressen und in der Auswahl und Lagerung von Ölsaat und Samen.

Sowohl die Kaltpressung, wie auch die Abfüllung erfolgt in unseren handwerklich und mit wenigen Maschinen ausgestatteten Produktionsräumen im Zürcher Oberland.