Makrobiotik – Zentrale Begriffe und Erläuterungen

Die Makrobiotik ist eine der Denkrichtungen, die unsere Arbeit bei Naturkraftwerke prägen. Sie betont eine einfache, pflanzenbetonte Ernährung, die sich an Region und Jahreszeit orientiert. Unsere Rohstoffe beziehen wir aus verschiedenen Regionen und Kontinenten, wenn möglich aus der Nähe. Mit vielen Lieferantinnen und Lieferanten arbeiten wir seit Jahren zusammen, mit offenen Preisstrukturen und langfristigen Strategien.

 

Shindofuji – Die Einheit von Körper und Boden

Das Prinzip Shindofuji betont die tiefe Verbindung zwischen dem menschlichen Körper und der Erde, auf der wir leben. Es ist wichtig, lokale und für das jeweilige Klima geeignete Nahrungsmittel zu bevorzugen, da diese unsere Gesundheit optimal unterstützen. Der Verzehr von regional produzierten Lebensmitteln trägt dazu bei, den Körper an die natürlichen Bedingungen des Lebensumfelds anzupassen.

 

Ganzheitlicher Konsum – Ichibutsu Zentai

Ein weiteres wichtiges Prinzip ist Ichibutsu Zentai, das die ganzheitliche Nutzung von Lebensmitteln betont. Viele Lebensmittel werden oft nur teilweise verwendet, während wertvolle Bestandteile wie Blätter oder Schalen ungenutzt bleiben. Doch in diesen Teilen stecken oft die meisten Nährstoffe. Bei Naturkraftwerke legen wir großen Wert darauf, das gesamte Lebensmittel zu nutzen, um Verschwendung zu vermeiden und den Nährstoffgehalt maximal auszuschöpfen. Beispielsweise enthält brauner Reis im Vergleich zu poliertem weißem Reis mehr Nährstoffe wie Kalzium, Magnesium und Ballaststoffe und ist daher eine wertvollere Wahl.

 

Getreide als Basis einer ausgewogenen Ernährung

Getreide spielt in der Makrobiotik eine zentrale Rolle und sollte als Hauptnahrungsmittel betrachtet werden. Der menschliche Körper ist von Natur aus darauf ausgelegt, eine ausgewogene Ernährung zu sich zu nehmen, bei der Getreide, Gemüse und eine moderate Menge tierischer Produkte in Harmonie stehen. Zu viel Fleischkonsum führt zu einer Belastung des Körpers und der Umwelt. Unsere Produkte bei Naturkraftwerke basieren daher auf dem Gedanken, den Fleischkonsum zu reduzieren und vermehrt pflanzliche Nahrungsmittel in den Speiseplan zu integrieren.

 

Im Einklang mit den Jahreszeiten – Die Natur respektieren

Die Natur folgt einem Zyklus, und genauso sollte sich auch unsere Ernährung an den Jahreszeiten orientieren. Jedes Lebensmittel hat seine natürliche Zeit, in der es wächst und geerntet wird. Im Sommer helfen kühlende Lebensmittel wie Gurken dabei, den Körper abzukühlen, während im Winter wärmende Lebensmittel wie Wurzelgemüse die nötige Energie liefern, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Nach makrobiotischer Auffassung hilft diese saisonale Anpassung, im Einklang mit dem eigenen Körper und der Umgebung zu leben.

 

Die Vorteile des gründlichen Kauens

Eine wichtige Praxis in der Makrobiotik ist das gründliche Kauen der Nahrung. Die Makrobiotik empfiehlt, jeden Bissen mindestens 30 Mal zu kauen. Gründliches Kauen gilt als erster Schritt der Verdauung, und wer langsam isst, nimmt das Sättigungsgefühl früher wahr. Vor allem aber geht es um Achtsamkeit: Wer bewusst kaut, schmeckt mehr und isst mit mehr Genuss.

 

Dankbarkeit für die Nahrung – „Lass uns essen, danke für das Essen“

In unserer modernen Gesellschaft, in der Lebensmittel oft im Überfluss vorhanden sind, geht das Bewusstsein für den Wert der Nahrung leicht verloren. Doch jedes Lebensmittel ist Leben und sollte mit Respekt und Dankbarkeit behandelt werden. Bei Naturkraftwerke fördern wir eine achtsame Einstellung gegenüber dem, was wir essen, und ermutigen dazu, Lebensmittel nicht zu verschwenden. Indem wir uns bewusst machen, welchen Weg die Nahrung von der Natur bis auf unseren Teller zurückgelegt hat, können wir mehr Wertschätzung und Achtsamkeit in unsere Essgewohnheiten einfließen lassen.