Ist Polymilchsäure vegan?

Die Polymilchsäure (PLA) ist das Material, aus dem unsere Tee-Pyramidenbeutel hergestellt sind. Sie gilt in der Regel als vegan und ist bei Naturkraftwerke vegan, denn sie wird durch die Fermentation von pflanzlichen Rohstoffen wie Maisstärke hergestellt. Da der gesamte Herstellungsprozess auf pflanzlicher Basis beruht und keine tierischen Produkte oder Nebenprodukte verwendet werden, entspricht PLA den Kriterien für vegane Materialien.

Bakelit

Einleitung: Die Entdeckung und Vielseitigkeit von Bakelit

Bakelit, benannt nach seinem Erfinder Leo Hendrik Baekeland, ist der Markenname des ersten vollständig synthetisch hergestellten Kunststoffs. Im Jahr 1907 entwickelt, setzte Bakelit neue Maßstäbe in der Materialwissenschaft. Hergestellt aus einer Kombination von Phenolen und Formaldehyd, ermöglichte dieses innovative Harz Baekeland die Formgebung und Aushärtung nach Bedarf. Aufgrund seiner preiswerten Herstellung, seiner Nichtbrennbarkeit, Formbarkeit und elektrischen Isolierung fand Bakelit zunächst breite Anwendung in der Industrie, insbesondere im Fahrzeugbau sowie in der Herstellung von Schaltern, Steckern und Telefonen.

Warum wir Bakelit-Deckel verwenden

Für die Deckel unserer grösseren Braun- und Violettgläser verwenden wir Schraubdeckel aus Bakelit (Phenolharz). Bakelit ist hart, formstabil und hitzebeständig: Der Deckel verzieht sich auch bei Wärme nicht und bleibt dicht. Zudem ist das Material beständig gegenüber Ölen und Fetten.

Die Deckel sind robust und halten lange. Wer unsere Gläser wieder befüllt, kann auch den Deckel mehrfach verwenden.

Wichtig zu wissen: Bakelit ist ein Kunststoff. Anders als Glas lässt es sich nicht einschmelzen und wird im üblichen Kunststoffrecycling nicht verwertet. Ausgediente Deckel gehören deshalb in den Kehricht.

Cradle-to-Cradle (C2C): ein Denkansatz, der uns inspiriert

Das Cradle-to-Cradle-Konzept (C2C) wurde Ende der 1990er-Jahre von dem deutschen Chemiker Michael Braungart und dem US-amerikanischen Architekten William McDonough entwickelt. Im Mittelpunkt steht die Idee, dass keine Abfälle entstehen, sondern dass Ressourcen ständig wiederverwendet werden können. Für eine umfassende C2C-Umsetzung im ganzen Betrieb ist Naturkraftwerke zu klein, der Ansatz inspiriert uns aber bei einzelnen Produkten.

Grundprinzipien des C2C-Konzepts

Das C2C-Prinzip unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Recyclingmethoden, da es darauf abzielt, die Qualität der Rohstoffe über mehrere Produktlebenszyklen hinweg zu erhalten und nur «sicher bewertete» Chemikalien zu verwenden. Produkte, die den Cradle-to-Cradle-Ansatz umsetzen, können entweder als biologische Nährstoffe in biologische Kreisläufe zurückgeführt werden oder als «technische Werkstoffe» in technischen Kreisläufen kontinuierlich gehalten werden.

Ein Beispiel: unser Leinölfirnis

Ein Beispiel ist unser Leinölfirnis. Dieser Leinölfirnis wird aus den Reststoffen des Pressvorgangs des Leinöls hergestellt, So wird ein Nebenprodukt der Ölmühle weiterverwendet, statt entsorgt zu werden.

Verpackung: Plastikverwendung?

Weniger Kunststoff in Produktion und Versand

Wir möchten in unserem Betrieb so wenig Kunststoff wie möglich einsetzen. Ganz ohne Kunststoff geht es heute noch nicht. Deshalb ersetzen wir Kunststoff schrittweise dort, wo es eine praktikable Alternative gibt.

Einige Beispiele, was wir bereits umgestellt haben: Unser Versandklebeband besteht aus Papier. Darüber hinaus verwenden wir für die Polsterung in unseren Versandpaketen seit langem Polstermaterial aus Maisstärke. Dieses Material löst sich in Wasser auf. In Kontakt mit wenig Wasser wird das Material klebrig und es wird zum Kinderspielzeug für Skultpuren oder Lampenschirme usw. Fantasie ahoi!

Ein weiterer bedeutender Schritt ist die Verwendung von Bakelit für die Deckel unserer größeren Braunglas- und Violettglasbehälter (siehe Bakelit). In der Ölproduktion haben wir uns bereits seit einigen Jahren nahezu vollständig von Kunststoffen verabschiedet. Unsere Fässer bestehen aus hochwertigem Edelstahl, ebenso wie die Deckel, Rohre und andere wichtige Bestandteile.