Pflugloser Mischfruchtanbau

Der pfluglose Demeter- oder Bio-Mischfruchtanbau ist eine innovative und zukunftsstabile Anbaumethode. Sie verbindet auf einzigartige Weise ökonomischen Ertragsanbau mit zentralen Aspekten eines sinnvollen Naturschutzes. Der Verzicht auf den Pflug bremst die Freisetzung von grossen CO2-Mengen und erhöht nachhaltig die Fruchtbarkeit und Gesundheit des Bodens. Kombiniert mit einer wild gestalteten Beikrautkultur entstehen Äcker von paradiesischer Schönheit, auf denen unter anderen <Alte Sorten> wie Roter und Schwarzer Emmer, Schwarzer Hafer, Waldstaudenkorn, Schwarze Gerste, Einkorn, Dinkel und vergessene Weizensorten angebaut werden.

Unter Mischfruchtanbau (auch Gemengeanbau oder früher: Mengkornbau) versteht man, dass auf einem Feld gleichzeitig verschiedene – sich gegenseitig ergänzende – Arten angebaut werden; in strengerem Sinne sind die Gemengepartner allesamt Nutzpflanzen. Dabei werden synergetische Effekte ausgenutzt: Beispielsweise können sich verschiedene Arten über Wurzelausscheidungen im Aufschluss von Nährstoffen gegenseitig begünstigen, dichte Bodendecker können unerwünschte Beikräuter unterdrücken, ohne mit der Hauptfrucht zu konkurrieren, es können Schadinsekten vertrieben werden oder Nützlingen Lebensgrundlage angeboten werden.

Außerdem wirkt intelligenter Mischfruchtanbau der Bodenerosion entgegen und totale Ernteausfälle sind praktisch ausgeschlossen.
Eine besondere Form des Mischfruchtanbaus ist die Permakultur, bei der eine dauerhafte Begrünung des Bodens angestrebt wird und nur noch gesät (Direktsaat, d. h. ohne Umbruch) und geerntet wird.

Agroforestry

Agroforstwirtschaft ist das Zusammenspiel von Landwirtschaft und Bäumen, einschließlich der landwirtschaftlichen Nutzung von Bäumen und Gebüsch. Dazu gehören Bäume in landwirtschaftlichen Betrieben und in Agrarlandschaften, die Bewirtschaftung von Wäldern und Waldrändern sowie der Anbau von Baumkulturen wie Kork-, Oliven-, Granatapfelbäume usw. Wechselwirkungen zwischen Bäumen und anderen Komponenten der Landwirtschaft können auf verschiedenen Ebenen von Bedeutung sein: auf Feldern – wo Bäume und Feldfrüchte zusammen angebaut werden, in landwirtschaftlichen Betrieben – wo Bäume Futter für das Vieh, Brennstoff, Nahrung, Schutz oder Einkommen liefern können – und in Landschaften – wo landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Bodennutzung zusammen die Bereitstellung von Ökosystemleistungen bestimmen.

Die Agroforstwirtschaft umfasst ein breites Spektrum von Bäumen, die in Agrarlandschaften geschützt, regeneriert, gepflanzt oder bewirtschaftet werden und mit einjährigen Pflanzen, Vieh, Wildtieren und Menschen interagieren.