Typische Veränderungen bei unpasteurisiertem Miso

Unpasteurisiertes Miso ist ein lebendiges Lebensmittel. Es kann in seltenen Fällen auch im verschlossenen Glas zu sichtbaren Veränderungen kommen. Diese sind meist unbedenklich und entstehen durch die natürliche Aktivität der Mikroorganismen oder durch Salz. Häufige Erscheinungen:

  • Kahmhefe: bildet sich als weisslicher, dünner Film auf der Oberfläche. Sie ist optisch störend, jedoch gesundheitlich unbedenklich.

  • Salzausblühungen: kleine weisse Kristalle, die an die Oberfläche wandern und dort auskristallisieren. Sie zeigen die natürliche Reife und Stabilität des Produkts an und sind völlig harmlos.

Echter Schimmel unterscheidet sich deutlich (grünlich, bläulich, schwarz oder pelzig, mit muffigem Geruch). Solche Fälle sind extrem selten und werden von uns im Rahmen des Qualitätsmanagements sorgfältig untersucht.

Rotklee-Extrakt – unsere Haltung und Information

Warum wir Maltodextrin einsetzen:

Reiner Rotklee-Extrakt ist hygroskopisch: Er zieht Feuchtigkeit an, verklumpt und wäre ohne Hilfsstoff nicht stabil oder kapselbar. Damit unsere Vegicaps zuverlässig und haltbar bleiben, verwenden wir Bio-Maltodextrin aus Weizen als Trägerstoff. Es ist hochaufgereinigt und glutenfrei (siehe unten).

Für uns gilt der Grundsatz: Wo immer möglich, verzichten wir auf Hilfsstoffe. Nur wenn es technologisch unvermeidbar ist, greifen wir auf die bestmögliche natürliche und verträgliche Lösung zurück. Maltodextrin in Bio-Qualität erfüllt diesen Anspruch.

Isoflavone – Vielfalt statt Standardisierung

Oft wird nach dem Isoflavongehalt gefragt. Unser Rotklee-Extrakt ist nicht auf Isoflavone standardisiert. Wir vertrauen auf die gesamte Pflanzenmatrix – also das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe – anstatt einzelner Substanzen, die künstlich gleichgeschaltet werden, manchmal in aufwändigen Prozessen.

Die Literatur zeigt, dass Isoflavone im Rotklee stark variieren:

  • Blätter enthalten im Schnitt 6–13 mg Isoflavone pro Gramm Trockenmasse.
  • Blüten ca. 1–2 mg/g.
  • Stiele etwa 1 mg/g.

Diese Unterschiede entstehen u.a. durch Boden, Klima und Erntezeitpunkt. Wir sehen gerade in dieser Vielfalt einen Wert: Der Rotklee bleibt so, wie ihn die Natur wachsen lässt.

Unser Qualitätsanspruch

Mit dem Rotklee-Extrakt setzen wir auf pflanzliche und orthomolekulare Ganzheit statt isolierte Wirkstoffe. Jede Kapsel enthält 600 mg Extraktmischung aus Rotklee und Bio-Maltodextrin im Verhältnis 2:1. Damit bieten wir ein Produkt, das die Natur so weit wie möglich bewahrt – und gleichzeitig eine praktische, verlässliche Anwendung ermöglicht.

Fazit

NaturKraftWerke steht für Produkte, die so naturbelassen wie möglich und so sorgfältig verarbeitet wie nötig sind. Der Rotklee-Extrakt ist ein Beispiel dafür: transparent, ehrlich und in seiner ganzen pflanzlichen Vielfalt.

 

PS.: Coeliac UK, Beyond Celiac (USA) und die Gluten Intolerance Group bestätigen (Stand: August 2025): Selbst wenn Maltodextrin aus Weizenstärke gewonnen wird, ist es durch die Verarbeitungsverfahren glutenfrei.

Vogelbeerenextrakt (Eberesche, Sorbus aucuparia) im flüssigen Pilzexrakt

Vogelbeerenextrakt, gewonnen aus den Früchten der Eberesche (Sorbus aucuparia), ist ein pflanzlicher Extrakt, der in der Lebensmittelindustrie und bei Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt wird. Besonders in Produkten, die Pilzextrakte wie Cordyceps, Reishi, Lion’s Mane und Chaga enthalten, wird Vogelbeerenextrakt als Stabilisator verwendet, um die Haltbarkeit und Qualität der Extrakte zu fördern.

Herkunft und Eigenschaften

Die Eberesche ist ein Baum, der in gemässigten Klimazonen Europas, Asiens und Nordamerikas wächst. Die Vogelbeere, die an den Bäumen wächst, ist in ihrer rohen Form aufgrund des Gehalts an Bitterstoffen und giftigen Substanzen (wie der Parasorbinsäure) nicht für den direkten Verzehr geeignet. Nach entsprechender Verarbeitung wird jedoch der Extrakt der Beeren in verschiedenen industriellen Anwendungen genutzt.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Vogelbeerenextrakts sind:

  • Flavonoide: Diese Antioxidantien haben entzündungshemmende Eigenschaften und tragen zur Zellgesundheit bei.

  • Vitamin C: Ein Mikronährstoff, der in vielen biologischen Prozessen eine Rolle spielt, insbesondere in der normalen Funktion des Immunsystems.

  • Tannine: Diese Verbindungen wirken adstringierend und können helfen, Flüssigkeiten zu binden.

  • Pektine und Ballaststoffe: Diese tragen zur Verdauungsgesundheit bei.

Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln

Vogelbeerenextrakt wird oft in Nahrungsergänzungsmitteln und funktionellen Lebensmitteln verwendet. Er hat sich besonders als Stabilisator in Extrakten von Heilpilzen wie Reishi (Ganoderma lucidum), Lion’s Mane (Hericium erinaceus) und Chaga (Inonotus obliquus) oder Cordyceps etabliert. Hier wird er eingesetzt, um die Haltbarkeit und Wirksamkeit der Extrakte zu erhöhen.

Pilzextrakte wie Reishi, Lion’s Mane und Chaga sind aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften in der alternativen Medizin sehr geschätzt. Die Extraktion der Inhaltsstoffe aus den Pilzen kann jedoch zu einer Instabilität führen, insbesondere wenn diese in flüssiger Form vorliegen. Um die Integrität der Extrakte zu bewahren und eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten, wird Vogelbeerenextrakt aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften als Stabilisator eingesetzt.

Vorteile des Einsatzes in Pilzextrakten

Die Verwendung von Vogelbeerenextrakt in Pilzextrakten hat mehrere Vorteile:

  • Haltbarkeit: Durch seine antioxidativen Eigenschaften hilft Vogelbeerenextrakt, den Abbau empfindlicher Inhaltsstoffe in den Pilzextrakten zu verhindern und ihre Stabilität zu erhöhen.

  • Qualitätssicherung: Vogelbeerenextrakt unterstützt die Aufrechterhaltung der gewünschten Qualität der Pilzextrakte, sodass die Produkte während ihrer Lagerung ihre Wirksamkeit behalten.

  • Verpackung und Transport: Aufgrund der stabilisierenden Wirkung wird der Extrakt in verschiedenen Formen (z.B. Kapseln, Tabletten, Tinkturen) verwendet, um den Schutz vor Oxidation und anderen Umwelteinflüssen zu gewährleisten.

Fazit

Vogelbeerenextrakt ist ein vielseitiges pflanzliches Waldprodukt, das vor allem aufgrund seiner stabilisierenden Eigenschaften in der Herstellung von Pilzextrakten wie Reishi, Lion’s Mane und Chaga Verwendung findet. Als natürlicher Inhaltsstoff trägt der Extrakt zur Qualität und Haltbarkeit von Nahrungsergänzungsmitteln bei und wird zunehmend in verschiedenen industriellen Anwendungen geschätzt.

Magnesiumstearat: Mythos und bewährter Hilfsstoff

Definition und Herkunft: Magnesiumstearat ist eine chemische Verbindung aus dem Mengenelement Magnesium (ca. 4%) und Stearinsäure (ca. 96%), einer gesättigten Fettsäure pflanzlichen (oder synthetischen) Ursprungs. In unseren Nahrungsergänzungs-Produkten verwenden wir, wenn nötig, ausschliesslich Magnesiumstearat pflanzlichen Ursprungs, das strengen Qualitäts- und Reinheitsprüfungen unterliegt.

Funktion in Nahrungsergänzungsmitteln: Magnesiumstearat wird in der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln als Lubrikationsmittel (Schmiermittel) eingesetzt. Es verhindert das Verkleben von Pulvern und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Inhaltsstoffe. Zusätzlich dient es als Trennmittel, um die Form und Stabilität von Tabletten und Kapseln zu während der Lagerung und während des Mindesthaltbarkeit zu sichern.

Sicherheit und gesundheitliche Bewertung: Magnesiumstearat ist bei den in Nahrungsergänzungsmitteln verwendeten Mengen gesundheitlich unbedenklich. Es wird in minimalen Konzentrationen (unter 1 %) eingesetzt und zeigt in wissenschaftlichen Untersuchungen keine toxischen oder gesundheitsschädlichen Wirkungen. Laut der European Food Safety Authority (EFSA) und weiteren wissenschaftlichen Institutionen gilt Magnesiumstearat als sicher für den menschlichen Verzehr und die Komponenten (Magensium-Ionen und Stearinsäure) werden in der Verdauung zerlegt und sind bioverfügbar, auch wenn die geringen Mengen ernährungs-physiologisch keine relevante Bedeutung haben.

 

 

Häufige Bedenken und wissenschaftliche Klarstellungen

  1. Beeinflussung der Wirkstoffaufnahme: Magnesiumstearat kann die Auflösezeit von Tabletten minimal verlängern, hat jedoch keinen nachweisbaren Einfluss auf die Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe. Man findet im www entsprechende Untersuchungen mit Vergleichen Blutwerten.
  2. Bildung von Biofilmen im Darm: Die Theorie, dass Magnesiumstearat schädliche Biofilme im Darm bildet, ist wissenschaftlich unbegründet und ein Mythos (siehe Vergleich mit dunkler Schokolade, die als «gesund» gilt. Es kursieren Video-Experimente mit Essig oder Wasser. Sie bilden die komplexen Vorgänge in unserem Verdauungssystem nicht einmal ansatzweise ab. Dementsprechend sind die gezeigten Effekte in unserem Körper nicht zu befürchten und diese Videos sind leider Quack.
  3. Abführende Wirkung: Magnesium und auch Magnesiumstearat können in sehr hohen Mengen abführend wirken. Die in Nahrungsergänzungsmitteln verwendeten Konzentrationen sind jedoch in etwa soweit von einer solchen Schwelle entfernt wie der Mond von der Erde.
  4. Gentechnik und Reinheit: Unser Magnesiumstearat wird aus gentechnikfreien Rohstoffen gewonnen und ist frei von Pestizidrückstanden. Es handelt sich um ein hochgereinigtes Produkt.

Hinweis Magnesium und Erde: Die Erde ist der magnesiumreichste Planet, den wir direkt untersuchen können. Magnesium ist eines der häufigsten Elemente in der Erdkruste (etwa 2,1 % der Masse) und ein Hauptbestandteil des Erdmantels, in Form von Silikaten wie Olivin und Pyroxen.

Warum Magnesiumstearat? Magnesiumstearat ist ein bewährter Hilfsstoff, der den Produktionsprozess erleichtert und die erwünschte Qualität der Produkte sicherstellt. Obwohl wir bei Naturkraftwerke einen Schwerpunkt auf reine Naturprodukte legen, setzen wir gezielt Magnesiumstearat ein, um die Stabilität und Effizienz unserer Nahrungsergänzungsmittel zu gewährleisten.

Vergleich mit Kakaobutter: Zur Klärung von Mythen ist ein Vergleich mit der als „gesund“ geltenden dunklen Schokolade hilfreich, die Kakaobutter enthält – eine bedeutende Quelle von Stearinsäure (ca. 30–35 % der Gesamtfette). Ein 50-g-Stück dunkler Schokolade enthält etwa 4,5–7 g Stearinsäure, während Nahrungsergänzungsmittel nur minimale Mengen an Magnesiumstearat (unter 0,01 g pro Tablette) enthalten. Studien zeigen, dass Stearinsäure keinen negativen Einfluss auf den Cholesterinspiegel hat und sogar positive Effekte auf die Herzgesundheit haben kann.

 

Berechnungsbeispiel Stearinsäure in dunkler Schokolade:

Eine übliche Portion dunkler Schokolade liegt bei etwa 20 g.
Dunkle Schokolade mit 80 % Kakaoanteil enthält typischerweise ca. 40,9 g Fett pro 100 g, wovon etwa 22,9 g gesättigte Fettsäuren sind.

Berechnung des Stearinsäuregehalts in 20 g Schokolade:

  • Fettgehalt in 20 g Schokolade:
    20 g × 40,9 % = 8,18 g Fett
  • Gesättigte Fettsäuren in 20 g Schokolade:
    20 g × 22,9 % = 4,58 g gesättigte Fettsäuren
  • Stearinsäureanteil:
    Stearinsäure macht etwa 30–35 % der gesättigten Fettsäuren in Kakaobutter aus.
  • Stearinsäuremenge:
    4,58 g × 30–35 % ≈ 1,37–1,60 g Stearinsäure

Resultat: Der Verzehr von 20 g dunkler Schokolade mit 80 % Kakaoanteil führt zu einer Aufnahme von etwa 1,37–1,60 g Stearinsäure.

Fazit: Magnesiumstearat ist ein sicherer und effizienter Hilfsstoff, der wichtige Funktionen im Produktionsprozess von Nahrungsergänzungsmitteln erfüllt. Der Vergleich mit Lebensmitteln wie u.a. dunkler Schokolade zeigt, dass Bedenken hinsichtlich der gesundheitlichen Unbedenklichkeit unbegründet sind. Bei Naturkraftwerke achten wir darauf, dass auch Hilfsstoffe unseren hohen Standards an Qualität, Reinheit und Nachhaltigkeit entsprechen.

 

Miso und Umami: Traditionelles Lebensmittel mit außergewöhnlichem Geschmack und Gesundheitsvorteilen

Einleitung Miso ist eine traditionelle japanische Paste, die durch Fermentation von Sojabohnen, Reis oder Gerste hergestellt wird. Diese vielseitige Zutat ist nicht nur ein Grundpfeiler der japanischen Küche, sondern besticht auch durch ihren hohen Umami-Gehalt. Umami, oft als der fünfte Geschmack bezeichnet, ergänzt die bekannten Geschmacksrichtungen süß, salzig, sauer und bitter. Trotz seines manchmal unauffälligen Aussehens überzeugt Miso durch seine intensiven Aromen und bemerkenswerten gesundheitlichen Vorteile.

Umami – Der fünfte Geschmack Umami, ein Begriff, der aus dem Japanischen stammt und «wohlschmeckend» bedeutet, wurde 1996 von einem Forscherteam der University of Miami identifiziert. Dieser Geschmack ist auf das Vorhandensein von Glutaminsäure zurückzuführen, einer Aminosäure, die in vielen proteinreichen Lebensmitteln vorkommt. Umami verstärkt die Aromen anderer Zutaten und verleiht Gerichten eine vollmundige, befriedigende Geschmacksnote. Typische umami-reiche Lebensmittel sind Hühnersuppe, Sojasoße, gebratene Pilze und selbstverständlich Miso-Paste.

Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten von Miso Während Miso häufig in Misosuppen verwendet wird, bereichert es auch Salatdressings, Soßen, Marinaden, gebackenen Tofu und Gemüsegerichte mit seinem einzigartigen Aroma. Diese vielseitige Paste ist eine wahre Geheimzutat, die sogar Karamell verfeinern kann und so jedem Gericht das gewisse Etwas verleiht.

Gesundheitliche Vorteile von Miso Miso ist nicht nur ein geschmacklicher Genuss, sondern auch äußerst gesund. Durch den Fermentationsprozess enthält Miso natürliche Probiotika, die die Darmgesundheit unterstützen. Es ist reich an Enzymen und nützlichen Bakterien, die die Verdauung fördern und das Immunsystem stärken. Zusätzlich ist Miso eine wertvolle Quelle für Kupfer, Mangan, Vitamin K, Protein und Zink.

Es ist wichtig zu beachten, dass Misosuppe nicht gekocht werden sollte, um die lebenden Probiotika nicht zu zerstören. Stattdessen sollte die Suppe nur bis zum Erhitzen gebracht werden. Aufgrund seines hohen Salzgehalts sollte Miso nicht in übermässigen Portionen oder kiloweise genossen werden.

Herstellung und Sorten von Miso Traditionell wird Miso-Paste aus Sojabohnen hergestellt, kann aber auch aus Reis, Gerste oder anderen Getreidesorten bestehen. Farbe, Aroma und Geschmack variieren je nach Zutaten, Fermentationsdauer und Herstellungsregion. Zu den bekanntesten Misosorten gehören:

  • Shiro Miso (Weißes Miso): Mild und süßlich, mit einer kurzen Fermentationszeit.
  • Aka Miso (Rotes Miso): Salzig und kräftig, mit längerer Fermentationszeit.
  • Kome Miso / Genmai Miso: Aus Sojabohnen und Reis, in weißen und roten Varianten erhältlich.  > bei Naturkraftwerke erhältlich
  • Mame Miso: Dunkelbraun und reichhaltig, hergestellt aus Reismalz.
  • Mugi Miso: Aus Gerstenmalz, süßer als rotes Miso.  > bei Naturkraftwerke erhältlich
  • Hatcho Miso: Ausschließlich aus Sojabohnen, zwei bis drei Jahre gereift, mit sehr kräftigem Geschmack.  > bei Naturkraftwerke erhältlich

Lagerung von Miso Dank der Fermentation hat Miso eine lange Haltbarkeit. Im Kühlschrank kann es in einem fest verschlossenen Behälter bis zu einem Jahr aufbewahrt werden. Dennoch sollte stets das Verfallsdatum überprüft werden, um sicherzustellen, dass die Paste frisch bleibt.

Fazit Miso ist ein außergewöhnliches Lebensmittel, das trotz seines oft unauffälligen Aussehens durch seinen intensiven Umami-Geschmack und seine zahlreichen gesundheitlichen Vorteile überzeugt. Es bereichert nicht nur die kulinarische Vielfalt, sondern unterstützt auch die Gesundheit, insbesondere die Darmgesundheit. Die Integration von Miso in die tägliche Ernährung bietet eine köstliche Möglichkeit, von den Vorzügen dieses traditionellen, geschmacksintensiven und nährstoffreichen Lebensmittels zu profitieren.

Haltbarkeit von Unpasteurisiertem Miso

Einleitung

Unpasteurisiertes Miso ist ein traditionell fermentiertes Produkt, das für seine lebendigen Enzyme und Hefen bekannt ist. Diese Lebendigkeit bringt jedoch besondere Herausforderungen in der Lagerung und Handhabung mit sich. In diesem Eintrag werden die Haltbarkeit, Lagerbedingungen und die Rolle von Salz als Konservierungsmittel im unpasteurisierten Miso sowie dessen historische Bedeutung beleuchtet.

Lagerung und Haltbarkeit

Unpasteurisiertes Miso enthält lebende Enzyme und Hefen, die die Haltbarkeit beeinflussen. Typische Lagerbedingungen empfehlen eine kühle, trockene und dunkle Umgebung, um die Aktivität der Mikroorganismen zu minimieren. Während eine Kühlung nicht zwingend erforderlich ist, wird sie doch empfohlen, besonders bei hohen Umgebungstemperaturen, um das Risiko der Hefevermehrung zu reduzieren .

Lagerungstipps:

  • Ungeöffnet: Kühl, trocken und dunkel lagern.
  • Geöffnet: In einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren, um den Kontakt mit Luft zu minimieren und die Hefevermehrung zu verhindern.

 

Bedeutung von Salz als Konservierungsmittel

Salz spielt eine entscheidende Rolle bei der Konservierung von Miso. Es hemmt das Wachstum unerwünschter Mikroorganismen und fördert gleichzeitig die Entwicklung der gewünschten Milchsäurebakterien, die für die Fermentation verantwortlich sind. Historisch gesehen wurde Salz in der Fermentation verwendet, um Lebensmittel haltbar zu machen und ihren Geschmack zu intensivieren.

Historischer Hintergrund

Miso hat eine lange Geschichte, die bis ins alte China und Japan zurückreicht. Ursprünglich als Methode zur Konservierung von Sojabohnen entwickelt, hat sich Miso zu einem wichtigen Bestandteil der japanischen Küche entwickelt. Die traditionellen Herstellungsmethoden, die noch heute verwendet werden, betonen die Bedeutung von Salz und der kontrollierten Fermentation für die Haltbarkeit und den Geschmack des Produkts.

Veränderungen während der Lagerung

Während der Lagerung kann es bei unpasteurisiertem Miso zu sichtbaren Veränderungen kommen. Diese umfassen das Auftreten von weißen Substanzen auf der Oberfläche, die entweder Filmhefe oder Tyrosin, eine Aminosäure, sein können. Beide sind für den Verzehr unbedenklich, können jedoch das Aussehen und den Geschmack des Misos verändern. Es wird empfohlen, diese Substanzen zu entfernen und das Miso frühzeitig zu konsumieren, um den besten Geschmack zu gewährleisten.

Maßnahmen zur Vermeidung von Veränderungen:

  • Refrigeration: Kühllagerung, um die Aktivität der Mikroorganismen zu reduzieren.
  • Luftdicht verpacken: Kontakt mit Luft minimieren, um die Bildung von Filmhefe zu verhindern.
  • Deoxygenationsmittel: In den Behälter einlegen, um den Sauerstoffgehalt zu senken und die Hefevermehrung zu verhindern.

Fazit

Unpasteurisiertes Miso erfordert besondere Sorgfalt in der Lagerung und Handhabung, um seine Qualität und Sicherheit zu gewährleisten. Salz spielt eine wesentliche Rolle als natürliches Konservierungsmittel und die traditionelle Fermentationstechniken tragen zur langen Haltbarkeit und dem charakteristischen Geschmack bei. Durch die Einhaltung der empfohlenen Lagerbedingungen kann die Haltbarkeit maximiert und die Qualität des Misos bewahrt werden.

Für weitere Fragen oder detaillierte Anweisungen zur Handhabung von unpasteurisiertem Miso, wenden Sie sich bitte an Ihren Verkaufsvertreter oder schreiben sie uns ihre Fragen, Erfahrungen und Bemerkungen.

SCHWARZKUMMELÖL, Vergleichsfaktoren für Verständnis der Preisgestaltung bei Naturkraftwerke

Wir schätzen Ihre Aufmerksamkeit für unsere Produkte und verstehen, dass Ihnen Transparenz bezüglich unserer Preisgestaltung wichtig ist. Gerne erläutern wir Ihnen die Faktoren, welche zur Preisdifferenz beitragen:         

  • Herstellungsprozess: Unser Schwarzkümmelöl wird in der Ölmühle Zürcher Oberland produziert. Wir sind ein Kleinbetrieb, wo wir auf eine schonende und langsame Kaltpressung in einem speziellen Verfahren setzen. Dieser aufwendige Prozess gewährleistet die Erhaltung der einzigartigen Qualität und der wertvollen Inhaltsstoffe des biodynamischen Öls.
  • Qualität und Verarbeitung: Unser Fokus liegt darauf, ein qualitativ höchstwertiges Produkt anzubieten. Wir verzichten z.B. auf die Filtrierung des Öls, um seine ganze Reinheit zu bewahren. Zudem verwenden wir hochwertiges und vergleichsweise preisintensives Violettglas für die Abfüllung, was nicht nur ein Qualitätsmerkmal ist, sondern auch den Schutz des Öls vor schädlicher Lichteinwirkung maximal verbessert und für Konsument:innen das Wertvollste bis zum Verzehr am besten schützt.
  • Regionale Produktion und Arbeitsplätze: Unsere Ölmühle befindet sich im Zürcher Oberland, und wir legen Wert auf schweizerische Arbeit und die Erhaltung von Arbeitsplätzen im Kanton Zürich. Diese regionale Verankerung spiegelt sich auch in unseren Produktionskosten wider.
  • Importweg und Zusammenarbeit mit Sekem: Wir beziehen unsere Rohware aus Sekem, einem vielfach und international preisgekrönten Vorzeigeprojekt in Ägypten. Die vertraglich geregelte Importroute nach Europa und in die Schweiz erfordert einen zusätzlichen logistischen Aufwand und verursacht somit erhöhte Kosten für uns. Wir sind stolz darauf, seit vielen Jahren stabil mit Sekem zusammenzuarbeiten, da dieses Projekt nicht nur die Landwirtschaft in Ägypten und deren Früchte auf eindrückliche und gut dokumentierte Weise transformiert hat, sondern ort-spezifisch und inter-regional auch positive Auswirkungen auf die Umwelt und die Lebensqualität zeigt.
  • Ganzheitliche Faktoren und Werthaltigkeit: Der Erwerb von Demeter-Saatgut von Sekem mag mit zusätzlichen Kosten verbunden sein, jedoch sehen wir dies als Investition in eine nachhaltige und ganzheitliche Landwirtschaft und Lebensweise. Sekem ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie biodynamische Landwirtschaft positive Veränderungen für die Umwelt, Lebensmittelqualität und die Lebensbedingungen der Menschen bewirken kann. Wir glauben, dass diese ganzheitlichen Faktoren einen entscheidenden Einfluss auf die Werthaltigkeit unseres Produkts haben.

      Wir hoffen, dass diese Informationen Ihre Fragen bezüglich der Preisgestaltung unseres Schwarzkümmelöls beantworten. Sollten Sie weitere Fragen haben oder zusätzliche Informationen wünschen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Blausäure-Gehalt im Demeter Leinsamenmehl?

Unser «Leinsamenmehl demeter» wird durch einen speziellen Herstellungsprozess aus schonend gemahlenem «Leinkuchen» gewonnen, der aus unserer hauseigen betriebenen und kontrollierten Schneckenpresse im Zürcher Oberland stammt. Während des Produktionsvorgangs entsteht eine konstante Prozesswärme, wodurch die Blausäure aufgrund ihres Siedepunkts bei 26°C weitgehend verdampft.

Unsere Produktionspraxis gewährleistet Temperaturen von über 35°C, die auf das Saatgut einwirken. Dieser Prozess eliminiert die Blausäure, und daher ist ein Warnhinweis im Hauptsichtfeld der Verpackung nicht erforderlich.

Die EU-Verordnung und die Schweizer Gesetzgebung legen einen maximalen Höchstgehalt von 150 Milligramm Blausäure pro Kilogramm Leinsamen fest (Stand Dez. 2023). Unsere Produkte erfüllen nicht nur diese Vorgaben, sondern unterschreiten sie auch. Zur zusätzlichen Sicherheit werden regelmäßig Proben der Rohware und des Leinsamenmehls in unser Partnerlabor in Luzern geschickt. Sollten die Resultate wider Erwarten Anlass zur Sorge geben, werden wir unverzüglich entsprechende Maßnahmen ergreifen und Sie darüber informieren.

Unser Engagement besteht darin, höchste Produktqualität und Transparenz zu bieten, um das Vertrauen unserer Kunden zu verdienen. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: info@naturkraftwerke.com.

Muse: Schonende Herstellung aus Nüssen und Samen

Traditionelle Steinmühlenherstellung von Nuss- und Samenmuse in der Manufaktur im Zürcher Oberland

In unserer Manufaktur im Zürcher Oberland stellen wir in kleinen Chargen exklusive Nuss- und Samenmuse auf traditionellen Steinmühlen her. Wir haben uns bewusst für die langsame Verarbeitung auf der Steinmühle entschieden, um sicherzustellen, dass die wertvollen Rohstoffe schonend und ohne vorherige Behandlung vermahlen werden.

Durch diesen sorgfältigen Prozess wird eine langsame und schonende Vermahlung ermöglicht, wodurch die Nuss- und Samenmuse ihre Rohkostqualität bewahren. Unsere Philosophie konzentriert sich darauf, den Samen und Nüssen genügend Zeit zu geben, um sich zu einem köstlichen Mus zu entwickeln, während die Prozesswärme minimal gehalten wird.

Die Naturkraftwerke Nuss- und Samenmuse zeichnen sich durch ihre Reinheit und Natürlichkeit aus. Wir füllen sie unvermischt und zu 100 % pur in Gläser mit PVC-freien Schraubverschlüssen ab, um höchste Qualität und Frische zu gewährleisten.

Originalrezepte für alle Muse von Naturkraftwerke sammeln wir unter weltkueche.com

Oben: HUMUS AUS PLATTERBSEN UND CASHEWMUS

Ölmühle Zürcher Oberland

Mit Beginn des 21. Jahrhunderts und mit wachsenden Interessen der Bevölkerung für regionale, faire und biologisch produzierte Lebensmittel entstanden wieder vermehrt «dezentrale» Ölmühlen, welche durch die Entwicklungen der Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts weitgehend verdrängt wurden. Heute finden sich wieder vermehrt und erfreulicherweise Ölmühlen auf Landwirtschaftsbetrieben, aber auch in städtischen Umgebungen.

Die Ölmühle Zürcher Oberland ist eine Pionierin des «modernen Ölmüllerns» in der Schweiz. Die Demeter- und BIO-Ölmühle wird seit 1998 von NaturKraftWerke in Aathal-Seegräben bei Uster betrieben. Immer noch von Antonius Conte und seinem kleinen Team. Und immer mit viel Leidenschaft und Hingabe zu Handwerk und Innovation. In der Zeitspanne von nunmehr über 23 Jahren haben wir entsprechend viel Entwicklung durchgemacht und unser vielfältiges Sortiment mit Freude aufgebaut.

Ölmühle Zürcher Oberland c/o Naturkraftwerke, Firmenzuhause und Firmensitz in der Zürcher Oberländer Gemeinde Aathal-Seegräben mit der PLZ 8607

Anfänglich waren es Demeter Leinöl und Demeter Schwarzkümmelöl, die den NaturKraftWerke-Gründer Antonius Conte zum Ölmüllern gebracht haben. Inzwischen bietet die Ölmühle Zürcher Oberland im Shop von NaturKraftWerke über 20 Ölspezialitäten an, von denen – mit einigen wenigen Ausnahmen – alle direkt in Aathal-Seegräben gepresst werden. Unsere Olivenöle und wenige andere Öle werden direkt nach der Ernte in der Anbauregion verarbeitet und später bei uns in Aathal sachgerecht abgefüllt und konfektioniert. Alles immer im Sinne einer «best practice» für das Produkt, für den genüsslichen und bekömmlichen Konsum.

Die Öle der Ölmühle Zürcher Oberland sind gleichzeitig Naturkraftwerke-Pflanzenöle und sind immer nativ (kaltgepresst) und aus den wertvollsten Rohstoffen

Die Ölmühle Zürcher Oberland c/oNaturkraftwerke verzichtet bewusst auf eine Filtrierung der Öle (c/o = care off; unter der Obhut von […])

Die Qualität der Öle beruht auf jahrzehntelanger Erfahrung im Pressen und in der Auswahl und Lagerung von Ölsaat und Samen.

Sowohl die Kaltpressung, wie auch die Abfüllung erfolgt in unseren handwerklich und mit wenigen Maschinen ausgestatteten Produktionsräumen im Zürcher Oberland.